Es gibt 396 Beiträge von Raspa
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24.09.2009
Das gilt zumindest für den zweiten Begriff, denn der Film selbst ist ein rechter Bastard, gut durchgemischt wie ein Straßenköter - fast liegt einem das schöne Stoiberwort "durchrasst" auf der Zunge - mit Elementen des historischen Genres, des Wildwestfilms, des action movies, und all das gewürzt mit einer guten Prise sick humour. Die fabelhaften Darstellerleistungen wurden ja schon genügend gewürdigt, nur noch eine Anmerkung zu Ch. Waltz: Ein Grund für die beklemmende Wirkung, die sein Hauptmann Lada auf den Zuschauer ausübt, ist meiner Ansicht nach die nur ganz leicht hörbare österreichische Färbung in seiner Stimme. Erst dadurch ergibt sich diese unglaubliche Melange aus Charme und gepflegten Umgangsformen einerseits und seinem abgefeimten Sadismus andererseits. Und das Gute ist eben, dass diese Intonation nur gerade so zu hören ist, ohne jeden aufdringlichen Schmäh.
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07.09.2009
Meryl Streep ist mal wieder eine Wucht, aber auch Stanley Tucci als ihr Ehemann gibt eine gute Figur ab. Und so hätte dies ein hübscher, kleiner Film von normaler 90 Minuten - Länge über die interessante karriere einer Diplomatengattin in den 50er Jahren sein können, wenn die Autorin und Regisseurin darauf verzichtet hätte, unbedingt eine zweite Zeitebene ( Julie im Jahre 2002 ) mit der von Julia zu verknüpfen. Dies zieht den Film unnötig in die Länge, zumal uns das Schicksal der Bloggerin Julie nur mäßig zu fesseln versteht. Mag sein, dass dies mit den Rechten an dem Buch der echten Koch-Bloggerin zu tun hat, dem Film tut das Hin und Her zwischen damals und heute insgesamt nicht gut. Was bleibt, sind einige durchaus amüsante Szenen und der Wunsch nach einer gestrafften Version, die dann auch Julias Fernsehkarriere hätte involvieren können. Für diese bleibt nämlich infolge der zweiten Handlungsebene fast keine Zeit mehr übrig.
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31.08.2009
Bei diesem Film dürfte ein kleines Heer von Ausstattern und Maskenbildnern bei der Arbeit gewesen sein. Leider hat man auch bei der Musik nicht gespart, die die Szenen oft allzu aufdringlich verstärken soll. Am besten haben uns die Sticheleien zwischen den alternden Kurtisanen untereinander gefallen, aber die boshafte Schärfe der "Gefährlichen Liebschaften" erreicht Frears hier bei weitem nicht. Pfeiffer ist schon gut, muss allerdings etwas zu viele Großaufnahmen über sich ergehen lassen. Wieder einmal mit bemerkenswertem Mut zur Hässlichkeit: Kathy Bates. Dass ein solch anämischer Typus wie Fred / Chéri (R. Friend) so endet, wie es zuletzt lakonisch mitgeteilt wird, vermag man nur mit Mühe nachzuvollziehen - vielleicht müsste man die Romanvorlage von Colette kennen, um dies zu beurteilen. Insgesamt ein Film, den man nicht unbedingt gesehen haben muss, dem man aber eine gewissermaßen kulinarische Qualität nicht absprechen kann.
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30.03.2009
Wenn man diesen Film gesehen hat, lernt man seinen scheinbar so selbstverständlichen Alltag wieder zu schätzen und erkennt, wie wertvoll dieses ganz gewöhnliche Leben doch ist. Dies gilt um so mehr, als des Protagonisten Geist trotz seiner - ein zu mildes Wort - Behinderung ja völlig unversehrt ist. Mag sein, dass man den einen oder anderen Akzent hätte anders setzen können, wie von einigen moniert wird. Dennoch ein Film, den man gesehen haben muss.
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11.03.2009
Was einige Kritiker über die "Küchenpsychologie" des Films anmerken, ist nicht so ganz von der Hand zu weisen. Nun aber das große Aber: Es ist einfach aufregend, drei fabelhaften Schauspielern auf der Höhe ihrer Kunst zuzuschauen. Ich würde keinen der drei herausheben,denn das wäre ungerecht gegenüber den beiden anderen. Sicher, das Drehbuch ist insgesamt etwas zu konstruiert. Aber gilt das für viele große Dramen (Beispiel: Don Carlos) nicht auch? Ich fand den Film jedenfalls trotz einiger Fragwürdigkeiten sehr fesselnd und kann nicht begreifen, wie ihn einige Schreiber als "langweilig" bezeichnen können. Um das zu behaupten, muss man schon ziemlich borniert sein.
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01.03.2009
Penn spielt fantastisch, einen Besseren für die Rolle hätte man nicht finden können. Für Nicht-Amerikaner ist der politische Grabenkampf um "Proposition Six" vielleicht ein wenig zu langwierig geraten. Eine gewisse Straffung hätte dem Film insgesamt nicht geschadet. Empfehlenswert: Die OmU-Version im Cinestar.
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15.02.2009
Ja, spannend ist er schon, das kann man nicht abstreiten. Aber was mir schon am "Parfüm" missfiel, das stört auch hier: Dass Tykwer zu sehr demonstriert, wie sehr er das Handwerk des großen Hollywoodkinos beherrscht. Die Authentizizät der Charaktere, die man in seinen früheren Filmen fand, geht dagegen zunehmend verloren. Soll man Clive Owen den lonely wolf in einer Welt, wie sie hier gezeigt wird, wirklich abnehmen? Und auch die anderen Figuren bleiben, trotz aller oft allzu großen Worte, letzlich blutleer. Ich wünschte mir, Tykwer würde wieder einmal einen kleinen, feinen Film machen - falls es für ihn noch ein Zurück zu seinen Anfängen gibt.
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08.02.2009
Obgleich dies ein Film ist, dessen Handlung eher an ein Theaterstück erinnert, wirkt er in keiner Minute langweilig. Die politische Atmosphäre der 70er Jahre ist genau getroffen, die Auseinandersetzung zwischen dem Nixon- und dem Frost-Lager erzeugt eine ständig zunehmende Spannung. Die Charaktere selbst ziehen den Vergleich zwischen der Interviewreihe und einem Boxkampf zwischen dem Champion und seinem Herausforderer. Wie es dem Champion gebührt, so führt Nixon über weite Strecken diesen Kampf: Mit der ganzen Routine des mit allen Wassern gewaschenen Meisters, der seinen Gegner vorführen will. Aber wie beim Boxen, so kann es auch im Interview geschehen, dass der klar nach Punkten Führende für einen Moment die Deckung vernachlässigt. Auf diesen entscheidenden Augenblick steuert Frost/Nixon unaufhaltsam zu. Und diesem Duell zuzuschauen ist nicht nur gedanklich anregend, sondern auch sehr unterhaltsam.
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05.02.2009
Viel Lobendes wurde hier geschrieben, einiges auch zu Recht, v.a. was die Leistungen der beiden Hauptdarstellerinnen betrifft. Mich hat der Film aber letzlich kalt gelassen. Er hat etwas sehr Bemühtes, leicht Kunstgewerbliches. Mag sein, dass der Eindruck im Kino ein anderer gewesen wäre als daheim auf DVD. Dennoch bleibe ich dabei, dass dies kein echtes Meisterwerk ist.
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19.01.2009
50er Jahre. Vorstädte im Osten der Staaten. Erdrückende Enge. Nur halb gewollte Kinder. Wunsch auszubrechen. Der Psychopath als der Hofnarr, der die Wahrheit sagt. Am Ende: Ausweglosigkeit. Das Geplapper geht weiter. Großes Schauspielerkino. Unbedingt ansehen.
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