„All ages“ – auch wieder so ein Marketingbegriff, der eine bestimmte Zielgruppe ansprechen, aber nicht notwendigerweise andere ausschließen soll. Nicht missverstehen, das Consol Theater verwendet ihn nicht, bezeichnet sein neues Stück aber ausdrücklich als „Märchen für alle ab 8 Jahren“ – und das ist gut so. Denn seit über 15 Jahren beweist das kleine Haus in Gelsenkrichen-Bismarck, dass es mitreißende und intelligente Bühnenunterhaltung für junge Altersgruppen inszeniert, die auch bei einem reiferen Publikum funktionieren – und damit einem guten Pixarfilm in nichts nachstehen. So darf man gespannt sein, auf wie vielen Ebenen das „Märchen von einem der auszog und einer die rausflog“ bei dessen Premiere am diesem Sonntag (22.4.) die Zuschauer abholt. Wenn die Besetzung ein Indiz ist, kann man viel Dynamik von den Rottstr5-erfahrenen Maximilian Strestik und Yvonne Forster erwarten. Lea Kallmeier und Jasper Schmitz versprechen qua Ausbildung im Folkwang-Physical Theatre zudem reichlich Körper-Humor. Dass dazu noch die nötige Spannung kommt, dafür sorgt der Plot, der die Protagonisten Hans und Hanne auf eine verwunschene Märchenreise schickt, die sich ausgiebig bei den Stoffen der Brüder Grimm bedient. Musikalische Untermalung und magische Effekte runden das Szenario ab, so dass alle, die älter als acht sind, ein erfrischendes Märchen-Ereignis erwarten dürfen.
Märchen von einem der auszog und einer die rausflog | So 22.4. 15 Uhr (Premiere); Di 24.4., Mi 25.4. 10.30 Uhr | Consol Theater | Bismarckstraße 240, 45889 Gelsenkirchen | www.consoltheater.de
Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen? Als unabhängiges und kostenloses Medium sind wir auf die Unterstützung unserer Leserinnen und Leser angewiesen. Wenn Sie uns und unsere Arbeit finanziell mit einem freiwilligen Betrag unterstützen möchten, dann erfahren Sie über den nebenstehenden Button mehr.
Widerstand ist immer machbar
Januar-Programm der Freien Theater im Ruhrgebiet – Prolog 01/23
Schaurige Puppenwelt
„Der Untergang des Hauses Usher“ in Gelsenkirchen
Stimmungsvolles Fabulieren
„Shamrock!“ im Consol Theater in Gelsenkirchen – Bühne 02/21
Zum Ohrenschlackern
5. Erzählfrühling im Consoltheater – das Besondere 04/19
Ein spätes Sommermärchen
Das Erzählfestival in Gelsenkirchen – das Besondere 09/18
Noah baut ´ne neue Arche
WILDwest: 4. Seniorentheatertreffen NRW in Gelsenkirchen – Prolog 05/18
Wut macht erfinderisch
Ein Urgefühl im Gelsenkirchener Consol-Theater – das Besondere 03/17
Das Wesen der Flüssigkeiten
Kritische Kinderstücke zum Advent – Prolog 11/16
Alice im Theaterlaboratorium
Westwind: Theatertreffen NRW für junges Publikum – Prolog 04/16
Kurztrip in „God's Paradise" – Buchen sie jetzt!
„Der Garten der Lüste" im Consol-Theater – Theater Ruhr 01/16
„Wir machen Theater für die Menschen hier“
Andrea Kramer und Georg Kentrup vom Consol Theater über die Festivals westwind und WILDwest – Premiere 02/16
Theater auf Abwegen
Luschtich? Der Saisonstart im Ruhrgebiet – Prolog 09/15
„Kunst hat keine Farbe, Kunst ist Kunst“
Isabelle und Fabrice Tenembot vom Verein Afrikultur über das 4. Mboa-Festival in Dortmund – Interview 04/25
„Der Text hat viel mit heute zu tun“
Regisseurin Felicitas Brucker über „Trommeln in der Nacht“ am Bochumer Schauspielhaus – Premiere 04/25
Das gefährliche Leben von Kindern
„Blindekuh mit dem Tod“ am Jungen Schauspiel in Düsseldorf – Prolog 03/25
Baum der Heilung
„Umuko“ auf PACT Zollverein in Essen – Tanz an der Ruhr 03/25
Tanzen bis zum Umfallen
46. Duisburger Akzente – Festival 03/25
Kabarett, Cochem-Style
„Zu viele Emotionen“ von Anna Piechotta in Bottrop – Bühne 03/25
Gewinnen um jeden Preis?
„Alle spielen“ im Studio des Dortmunder Theaters – Prolog 03/25
„Ich liebe die Deutungsoffenheit“
Regisseur Roland Schwab über „Parsifal“ am Essener Aalto-Theater – Interview 03/25
„Die Kraft des Buchs besteht in der Aufarbeitung“
Bettina Engelhardt inszeniert Bettina Flitners Roman „Meine Schwester“ am Essener Grillo-Theater – Premiere 03/25
Was wirklich in den Sternen steht
„Liv Strömquists Astrologie“ am Düsseldorfer Schauspielhaus – Prolog 02/25
Tanzende Seelen
„Dips“ am Opernhaus Dortmund – Tanz an der Ruhr 02/25
„Eine Frau, die förmlich im Leid implodiert“
Regisseurin Elisabeth Stöppler über „Lady Macbeth von Mzensk“ in Düsseldorf – Interview 02/25
Nichts für Konfirmand:innen?
„Fabian oder Der Gang vor die Hunde“ in Bochum – Prolog 02/25