Moon, der Panda
Frankreich, Belgien 2025, Laufzeit: 100 Min., FSK 0
Regie: Gilles de Maistre
Darsteller: Noé Yé, Moon the Panda, Alexandra Lamy
Naturverbundener Abenteuerfilm für Kinder
Streifzüge durch den Wald
„Moon, der Panda“ von Gilles de Maistre
Nach „Mia und der weiße Löwe“ und „Ella und der schwarze Jaguar“ nimmt sich der französische Dokumentarfilmer und Spielfilmregisseur Gilles de Maistre mit „Moon, der Panda“ zum dritten Mal der Geschichte einer Freundschaft zwischen Menschenkindern und wilden Tieren an. Der zwölfjährige Tian (Noé Liu Martane) wird wegen seiner schlechten Schulnoten zu seiner Großmutter in die chinesische Provinz Sichuan geschickt. Doch anstatt dort fleißig zu lernen, trifft er bei seinen Streifzügen durch den Wald auf einen jungen Panda, mit dem er Freundschaft schließt. Obwohl die beiden unzertrennlich werden, droht schon bald Ärger, denn sich Pandabären zu nähern, ist in China verboten.
Wie schon in seinen beiden vorherigen Filmen will de Maistre nicht nur unterhalten, sondern zugleich eine Botschaft vermitteln: Viele wilde Tiere sind bedroht und brauchen unseren Schutz. Oder vielmehr: Schutz vor den desaströsen Auswirkungen, die das menschliche Handeln auf den Planten hat. Besonders ist an de Maistres Arbeit vor allem, dass er nicht auf computergenerierte Animationen zurückgreift, sondern mit echten Tieren dreht. Seinen Filmen geht jeweils ein langwieriger Prägungsprozess voran, bei dem die jungen Hauptdarsteller:innen und die Tiere einander kennenlernen und eine Beziehung aufbauen – begleitet von Expert:innen. Diese Strategie ist aus künstlerischer Sicht beeindruckend, kann sich jedoch einer gewissen Ambivalenz nicht entziehen: Während der Film einerseits darauf pocht, dass Pandas bedroht sind und es den Menschen in China deshalb verboten ist, sich ihnen zu nähern, schleppt der Junge Tian „seinen“ Moon zum Teil wie einen großen Teddybär durch die Gegend.
Nichtsdestotrotz überzeugt das Abenteuer mit einer beeindruckenden Kulisse in den Wäldern und Bergen Sichuans und liebevoll ausgearbeiteten Figuren. Während Tian dank seines Pandas endlich seine Leidenschaft und Lernfreude für ein Thema entdeckt, sagt sich seine Schwester Liya (Nina Liu Martane) von ihrer Rolle als Vorzeigetochter los, und Tians Vater (Ye Liu) darf erkennen, dass schulische Leistung nicht alles im Leben ist. Großmutter Nai Nai (Sylvia Chang) hingegen unterstützt Tian und Liya mit weisen Sprüchen auf ihrem Weg. So bietet de Maistre für jede Altersgruppe Identifikationspotenzial. Eine der größten Stärken des Films ist neben seiner natur-pädagogischen Botschaft sicherlich, dass Tian mit seiner zarten, feinfühligen Art die toxische Männlichkeit seines auf Leistung und Karriere versessenen Vaters ins Wanken bringt. Das zeigt sich in Tians liebevollen Umgang mit seinem Pandabären, und auch, als er seine Schwester Liya bittet, ihm einen traditionellen chinesischen Tanz beizubringen.
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