Baarìa
Italien 2009, Laufzeit: 150 Min., FSK 6
Regie: Giuseppe Tornatore
Darsteller: Francesco Scianna, Margareth Madè, Angela Molina
Sinnentleert
Biggi (153), 05.05.2010
Mit berechtigten Erwartungen gingen wir in den Film. An den Regisseur der Filme "Cinema Paradiso" und "Die Legende vom Ozeanpianisten" hatten wir berechtigte Erwartungen - die leider nicht erfüllt wurden. Vielleicht lag es an der Fülle des Materials, dass vieles nur angedeutet aber nicht vertieft wurde.
Der männliche Hauptdarsteller sah zwar gut aus in jungen Jahren, hatte jedoch nicht das nötige Carisma, eine politischen Kämpfernatur darzustellen, er ist mehr der smarte Typ. Die weibliche Hauptrolle war hübsch besetzt, wurde jedoch nicht älter. Die Kinder waren ein Lichtblick. Szenen wie Peppo als Kind im Laufen abhebt und damit einen Zeitsprung anzeigt, waren gut und hätten ausgebaut werden können. Die Dorfszenen waren gut.
Ich muss chris etorg Recht geben. Es bleibt bei allen schönen Bildern eine Leere zurück. Von mir bekommt er nur 3 Sterne.
Man muß ...
woelffchen (597), 03.05.2010
... schon eine ordentliche Portion Sympathie für die italienische Lebensart, die in Sizilien besonders ausgeprägt ist, haben, um von diesem Film positiv angesprochen zu werden. Ebenfalls sind solide Geschichtskenntnisse von großem Nutzen.
Ist das aber der Fall, dann entwickelt diese Familienchronik ein großartiges Bildpanorama der Menschen Siziliens in sehr anschaulicher, teilweise begeisternder, Größe. Man sieht aber nicht eine stur chronologisch ablaufende Geschichte, sondern auf drei zeitlichen Ebenen wird dieses Epos mit viel kinotechnischem und schauspielerischem Aufwand und präzisem handwerklichen Können entwickelt. Dabei sind die kleinen, teilweise metaphorischen Episoden, die aus dem Lokalkolorit entstehen, besonders reizvoll.
Um das alles jedoch genießen zu können - den ganzen Film insgesamt - braucht es eben eine ziemliche Portion Sympathie und Kenntnis dieses sehr südeuropäischen Landes und seiner Menschen. Aber dann ist der Genuß vollkommen.
Ein nostalgischer Rausch schöner , sentimentaler Bilder
chris etorg (2), 27.04.2010
Vom Winde verweht - nur etwas kürzer. Ein Schwelgen in wunderbaren Bildern einer vergangenen Zeit. Selbst Armut und Leid wird so zum Vergnügen des Betrachters. Schön bzw. charktervoll aussehende, zur Identifikation einladende Hauptdarsteller.
Die Familiengeschichte nicht ohne Sentimentalität, auch die Geschichte eines Aufsteigers und einer sich gegen alle Widrigkeiten sich behauptenden Familie an sich interessant. Und doch: bei mir zündete der Film nicht. Er blieb eine einzige perfekte Kulisse, hervorragend ins Licht gesetzt, die Darsteller nur ausgestellt, ein "Leben" bekamen sie für mich nie. Der Film blieb mir so ein uneingelöstes Versprechen.
Schade.
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